Aktuelle Meldungen von Kindergärten City

Aktuelles

Arbeitsplatztausch Berlin/Rotterdam: Welkom Markus – willkommen, Geert!

20171020 Koppe in RotterdammDer langjährige Fachaustausch von Kindergärten City mit den Niederlanden geht weiter: Vom 15. Oktober bis zum 19. November haben Markus Koppe, Pädagoge in der Kita Kochstraße, und Geert van Thull, Kollege aus der Kita „De kleine Machinist“ von KomKids in Rotterdam, die Arbeitsplätze getauscht. Nachdem sie zunächst für eine Woche gemeinsam in Rotterdam gearbeitet haben, verbringen beide nun drei  Wochen in der Kita des jeweils anderen. Am Ende schließt sich noch einmal eine gemeinsame Arbeitswoche in Berlin an.

Der Arbeitsplatztausch geht auf die Initiative beider Erzieher zurück. Der Kontakt war entstanden, als im April 2017 Kita-Leitungsteams von Kindergärten City für eine Woche auf Exkursion zu Kitas der Träger KomKids und DAK gingen, woran sich ein Gegenbesuch holländischer  Kolleg*innen in Berlin anschloss. Und das mit nachhaltigem Erfolg: Bereits im Juli verbrachte Sharon Verhaal zwei Wochen in der Kita Kochstraße, um ihre Eindrücke vom Berliner Kitasystem zu vertiefen. „Es freut uns sehr, dass unser Fachaustausch bei den Pädaog*innen auf so fruchtbaren Boden trifft und dass immer mehr solche Initiativen zum gegenseitigen Austausch entstehen“, so Petra Narowski-Schulz, die dieses Projekt bei Kindergärten City seit zehn Jahren koordiniert.

An dieser Stelle berichtet Markus Koppe in loser Folge über seine Eindrücke vom Arbeiten und Leben in Rotterdam:
Sonntag, 15. Oktober 2017
Montag, 16. Oktober 2017
Dienstag, 17. Oktober 2017
Mittwoch, 18. Oktober 2017
Donnerstag, 19. Oktober 2017
Freitag, 20. Oktober 2017
Montag, 23. Oktober 2017
Dienstag, 24. Oktober 2017
Mittwoch, 25. Oktober 2017
Donnerstag, 26. Oktober 2017
Mittwoch, 1. November 2017
Donnerstag, 2. November 2017
Freitag, 3. November 2017
Montag, 6. November 2017

„Am Ohr der Welt“: Kita-Kinder musizierten mit brasilianischen Musikern

20171015 Fuerstenberger Musikwelten1„Erleben – erkunden – mitgestalten“ hieß es am 14. und 15. Oktober beim Musikwelten Festival 2017  in der ufa-Fabrik. In 40 Konzerten machten Kinder, Jugendliche und Profis gemeinsam Musik aus aller Welt und öffneten die Ohren und Herzen der kleinen und großen Besucher für die kulturelle Vielfalt der in Berlin lebenden Menschen. Mittendrin dabei: 20 Kinder und die Pädagoginnen Heike Bestla und Tatjana Köppe aus der Kita Fürstenberger Straße, die ihre Zuhörer auf eine Reise nach Brasilien mitnahmen.

Música Tropical – Brasilian Music Journey 20171015 Fuerstenberger Musikwelten2
Fünf Kitas aus ganz Berlin kamen zu dem Konzert im Varieté-Saal zusammen. Ihre Pädagoginnen hatten zuvor in einem Workshop die brasilianischen Lieder erlernt, die sie dann mit den Kindern erarbeiteten. Jede Kita gab zunächst zwei eigene Lieder zum Besten, in denen es um Sonne, Strand und das Meer, das uns alle verbindet, ging. Als am Schluss alle Kinder und  Pädagoginnen zusammenkamen, um gemeinsam mit vier brasilianischen Musikern zwei portugiesische Lieder zu singen, fühlten sich alle Zuhörer in dem zum Bersten gefüllten Saal nach Südamerika versetzt. „Für unsere Kinder war es eine großartige Erfahrung, gemeinsam mit Profi-Musikern auf einer so großen Bühne zu singen. Musik verbindet Menschen, auch wenn sie verschiedene Sprachen sprechen – das hat man ganz deutlich gespürt!“ so die Pädagoginnen.

Berlin-Tag lockte 2.000 Interessierte in die IHK

20171014 BerlinTag„Willkommen im Team“ hieß es am 14. Oktober am Stand von Kindergärten City auf dem zweiten Berlin-Tag des Jahres 2017. Die Senatsbildungsverwaltung hatte Erzieher*innen und Lehrer*innen aus ganz Deutschland in die IHK Berlin eingeladen, um sich an den Informationsständen von über 60 Kitaträgern und ebensovielen  Schulen über das Arbeiten im Berliner Bildungssystem zu informieren. Und sie kamen: Rund 2.000 Interessierte drängten sich von 10 bis 15 Uhr in den Räumen der Informationsmesse.

Kindergärten City war mit einem Team aus Kitaleitungen, Sprachexpertinnen und Vertreter*innen der Geschäftsstelle vor Ort, die alle Fragen rund um die Stellenangebote und das Auswahlverfahren des Trägers beantworteten und Informationsmaterial verteilten. Und das mit Erfolg: Noch am gleichen Wochenende gingen in der Personalstelle in der Landsberger Allee die ersten Bewerbungen ein.

Kita-Eigenbetriebe werben mit neuer Website für die berufsbegleitende Ausbildung

"Zukunft in guten Händen": Unter diesem Titel steht die Ausbildungskooperation der fünf Kita-Eigenbetriebe Berlin mit Pro Inklusio Fachschule für Sozialpädagogik. Ihr Ziel: Die berufsbegleitende Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern - wissenschaftlich fundiert, methodisch und vor allem: Praxisnah.

"Berlin wächst und braucht neue Kita-Plätze, die wir dabei sind, zu schaffen. Die Plätze nützen aber nichts, wenn wir nicht genügend pädagogisches Fachpersonal haben, um tatsächlich Kinder aufnehmen zu können", so die pädagogische Geschäftsleiterin von Kindergärten City, Katja Grenner. Staatlich anerkannte Erzieherinnen und Erzieher sind auf dem Arbeitsmarkt inzwischen ein rares Gut. "Deshalb haben sich die Kita-Eigenbetriebe mit der Pro Inklusio Fachschule zusammengetan, um gemeinsam eine hochwertige berufsbegleitende Ausbildung zum/zur Erzieher*in anzubieten und für sie zu werben."

Zum Beginn jedes Schuljahres startet an der Fachschule eine neue Klasse, in der Auszubildende aus allen fünf Eigenbetrieben gemeinsam lernen. Tragende Säule ist die enge Verzahnung von Theorie und Praxis: Die Auszubildenden gehören vom ersten Tag an zum Team ihrer Ausbildungskita, werden in die pädagogische Praxis eingebunden und mit verantwortungsvollen Aufgaben betreut. Dabei steht ihnen vor Ort ein*e geschulte*r Mentor*in zur Seite. Einmal wöchentlich und in mehreren Blockwochen wird ihnen an der Pro Inklusio Fachschule das fundierte theoretische Rüstzeug für die Praxis vermittelt. Die dreijährige Ausbildung ist für die Teilnehmenden kostenfrei, die Arbeit in der Praxisstelle wird nach dem Tarifvertrag  des öffentlichen Dienstes vergütet. Nach ihrem erfolgreichen Abschluss haben die Absolvent*innen beste Chancen auf eine unbefristete Übernahme als staatlich anerkannte*r Erzieher*in.

Informationen zur berufsbegleitenden Ausbildung finden Sie unter www.kita-eigenbetriebe.berlin
Eine Bewerbung für den Ausbildungsbeginn am 1. Februar 2018 ist vom 1. September 2017 bis 11. Oktober 2017 direkt über die Website möglich.

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Als niederländische Erzieherin in Berlin arbeiten

Der regelmäßige Fachaustausch, den Kindergärten City seit über zehn Jahren mit den Niederlanden pflegt, geht in diesen Tagen in die nächste Runde: Sharon Verhaal, die im April 2017 mit einer Delegation holländischer Pädagog*innen für eine Woche verschiedene City-Kitas besuchte, ist zurückgekehrt und arbeitet nun für zwei Wochen, für die sie zuhause unbezahlten Urlaub genommen hat, in der Kita Kochstraße. Warum? Hier erzählt sie ihre Geschichte:

20170728 Kochstr hollaendGast„Es war ein Traum von mir, der im April wahr wurde: In einer Kita in einem anderen Land zu arbeiteten. Aber warum? Weil wir so viel voneinander lernen können.

Im April war die Zeit ein bisschen zu kurz für mich. Wir haben mehrere Kindergärten gesehen, und es strömten sehr viele Impressionen auf mich ein, die ich verarbeiten musste, um sie in Holland wieder abrufen und weiterzugeben zu können. Deshalb kam mir eine Idee, unbedingt noch einmal für eine längere Zeit zurück nach Berlin zu kommen, so schnell wie möglich! Die Idee ließ sich  tatsächlich recht schnell realisieren, und so bin ich am 15. Juli nach Berlin gefahren, um zwei Wochen in der Kita Kochstraße zu arbeiten. Ich fragte mich: Warum willst du zwei Wochen nach Berlin, wenn du nicht einmal die Sprache sprichst?

Berlin ist eine offene Stadt mit vielen verschiedenen Kulturen. Bei meinem letzten Besuch habe ich bemerkt, dass die Kinder hier schon in jüngerem Alter unabhängiger sind, als in Holland. Sie lernen nach dem Prinzip "trial and error" und ich fragte mich, ob diese Art zu lernen vielleicht besser ist. Ob es besser ist,  erst mit sechs oder sieben Jahren zur Schule zu gehen, als schon mit vier, wie es in Holland praktiziert wird. Für meinen Besuch habe ich einen Plan für Komkids Kinderopvang in Schiedam gemacht, wie wir diese Art zu lernen in Schiedam in die Praxis bringen können.

Markus, Antje, Marleen und Sarah aus der Kita Kochstraße führten mich in die Tagesstrukturen der Kita ein. Was die Kita so besonders macht, ist, dass es viele Kulturen innerhalb eines Hauses gibt - eine große Herausforderung für das pädagogische Personal und eine tolle Athmosphäre. Es gibt Kinder, die anfangs kein Deutsch sprachen und es sehr schnell erlernt haben. Das pädagogische Personal ermöglichte viele Fortschritte und ich sehe tolle, fröhliche und zuversichtliche Kinder in dieser Kita. Gut gemacht!

Es war eine anstrengende, aber tolle Woche, die ich niemals vergessen werde. Kindergarten City, ich hoffe, euch und die tollen Kinder wieder zu sehen. Vielen Dank für diese Gelegenheit!“ (Sharon Verhaal)

Lecker lernen, selbermachen: Kita-Kinder können kochen!

20170728 IchKannKochen„Ran an die Töpfe und schnipeln, naschen, ausprobieren!“ hieß es am 28. Juli 2017 für sieben Kinder der Kita Schlesische Straße und ihre Pädagogin Angelika Adam. Gemeinsam mit dem Team des Projektes „Ich kann kochen!“ bereiteten sie einen Gemüseeintopf und selbstgemachten Vanillepudding zu. „Ich kann kochen!“ ist die größte bundesweite Initiative für praktische Ernährungsbildung von Kita- und Grundschulkindern Deutschlands. Ins Leben gerufen wurde sie von der Sarah Wiener Stiftung und der BARMER.

Aus der Tüte oder frisch vom Feld? Pommes mit Mayo oder Rotkohlsalat mit Granatapfel? Was Kinder essen, prägt ihre Ernährungsgewohnheiten oft für Jahrzehnte. Deshalb sollten sie von Anfang an mit frischen, gesunden Lebensmitteln umgehen und selbst entdecken können, was sie selbst Leckeres daraus zubereiten können. Die Realität zeigt jedoch: In vielen Familien wird im stressigen Alltag nur noch selten frisch gekocht. Und wenn, dann kaum gemeinsam mit den Kindern.

Wissen über Lebensmittel geht verloren
Ich kann kochen! hat es sich auf die Fahnen geschrieben, Kinder von klein auf für eine gesunde Ernährung zu begeistern: durch eigene Koch-Erfahrungen mit frischen Lebensmitteln. Gleichzeitig werden Pädagog*innen zu „Genussbotschafter*innen“ qualifiziert und fit gemacht für das Arbeiten mit Kindern in der Küche – in Theorie und Praxis. „Gerade heute, wo immer mehr Fertigprodukte den Lebensmittelmarkt überschwemmen und an jeder Straßenecke Fastfood lauert, brauchen wir Wissen über Lebensmittel“, so die Stiftungsgründerin Sarah Wiener. Ganz nebenbei fördert das gemeinsame Kochen auch die Esskultur und die Sozialkompetenz, stärkt die Feinmotorik und das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten.

An drei Tagen schwingen die Kinder der Schlesischen Straße nun gemeinsam die Kochlöffel. Was es wohl beim nächsten Mal geben wird? Wer weiß. Aber eines wird es auf jeden Fall: „Lecker!“

Spielend Spaß haben: Die „Fürstenkicker“ beim Berliner Kitafußball-Turnier 2017

20170715 Fuerstenberger Fussball2Vor dem Fernseher und auf dem Sportplatz verbindet er Generationen: Deutschlands Volkssport Nr. 1, der Fußball. Und schon die Jüngsten haben Spaß am Kicken. Deshalb lädt der Berliner Kita-Fußballverein jedes Jahr alle Kitas der Stadt zu einem großen Turnier in den Wedding. Bereits seit sechs Jahren mit dabei ist die Mannschaft der Kita Fürstenberger Straße: Die „Fürstenkicker“

Dass Fußball schon lange keine reine Männerdomäne mehr ist, zeigt hier nicht nur die Mannschaft, sondern auch das Trainerteam: Betreut werden die fußballbegeisterten Mädchen und Jungen von einer Pädagogin und einem Pädagogen. Gemeinsam leiten sie die Vier- bis Sechsjährigen, die Lust auf’s Kicken haben, einmal wöchentlich in einer benachbarten Sporthalle an.  Beim Turnier für die ältesten Kinder steht dann immer der Spaß im Vordergrund. Die Kinder sind mit Feuereifer dabei und werden von ihren Eltern am Spielfeldrand begeistert bejubelt – egal, wie viele Tore fallen oder welcher Platz am Ende erreicht wird.

So auch in diesem Jahr: Am 15. Juli liefen die 13 SpielerInnen der „Fürstenkicker“ in ihren dunkelgrünen Trikots auf dem Sportplatz in der Behmstraße auf. Einige Stunden, ein paar Tore und Gegentoren später machten sie sich wieder auf den Heimweg: Ein bisschen erschöpft, aber glücklich und sehr stolz auf ihre Platzierung im Mittelfeld des Turniers. Denn das eigentliche Ziel des Tages hatten sie wieder alle spielend erreicht: Gemeinsamen Spaß an der Bewegung.

Joyeux anniversaire, jardin d’enfants franco-allemand!

20170630 DKF 50JahreEr ist ein lebendiges Stück deutsch-französischer Integration und als einziger deutsch-französischer Kindergarten in öffentlicher Trägerschaft ein Unikum in der Berliner Kitalandschaft: Der deutsch-französische Kindergarten von Kindergärten City. Am 30. Juni 2017 lud das Kita-Team Kinder, Eltern und Wegbegleiter zu einem bunten Sommerfest, um gemeinsam den 50. Geburtstag der Einrichtung zu feiern.

Bei der Gründung im Jahre 1967 existierten noch zwei pädagogische Systeme nebeneinander: eine französische „école maternelle“ und ein Kindergarten für die deutschen Angestellten der Militärregierung. Es war nicht geplant, dass hier einmal Generationen von Kindern groß werden, für die die nationalen und kulturellen Unterschiede eine völlig andere Rolle spielen würden als für die Generation nach dem Krieg.  Aber spätestens mit der großen Menge von Kindern aus „Mischehen“ in den 1970er Jahren wurde deutlich, dass Strukturen nötig wurden,  in denen die Zweisprachigkeit gelebt werden konnte. Die politische Stimmung war europafreundlich - das zweisprachige Konzept war geboren. Es wird  seit 1980 praktiziert und wurde im Laufe der Jahre immer weiterentwickelt.

Heute steht der Kindergarten allen Kindern aus Familien offen, in denen mindestens ein Elternteil französischer Muttersprachler ist. Es sind übrigens längst nicht mehr nur deutsch-französische Familien. Sie kommen aus vielen Ländern dieser Welt, aber immer ist die französische Sprache verbindend.

Die Kinder haben nicht nur die Chance ganz natürlich mit zwei Sprachen, sondern auch  mit den verschiedenen Kulturen aufzuwachsen. Auch im Mitarbeiterteam ist die Integration der  unterschiedlichen  Bildungssysteme immer wieder Thema. Für die Kinder haben diese Unterschiede keine Bedeutung. Für sie sind nur das gemeinsame Spiel und die besten Freunde wichtig. Ein besonderes Geschenk für diesen Anlass ist eine Ausstellung zur Geschichte der Kita mit zahlreichen Originaldokumenten.

Entwicklungswerkstatt Leitung: Offen, gemeinsam, mutig ins Abenteuer Partizipation

Er ist eine feste Institution seit dem Gründungsjahr von Kindergärten City: Der Fachtag. Einmal jährlich treffen sich die Leitungsteams aller Kitas und die Führungskräfte der Geschäftsstelle, um zwei Tage lang intensiv an einem gemeinsamen Thema zu arbeiten. Am 22. und 23. Juni 2017 nun begann in den Räumen der Heiligkreuzkirche in Kreuzberg ein neues Zeitalter: Aus dem Fachtag wurde die „Entwicklungswerkstatt: Leitung“, an die sich im Herbst die „Entwicklungswerkstatt: Pädagogische Fachkräfte“ thematisch anschließen wird.

Partizipativ von Anfang an
Dabei stand das neue Veranstaltungsformat thematisch wie methodisch unter dem Leitmotiv Partizipation. Das begann schon bei seiner Konzeption: Begleitet vom Moderatorenteam Jutta Weimar und Bettina Schäfer wurde das Konzept der Veranstaltung von einer Steuer- und Vorbereitungsgruppe entwickelt, in der Kitaleitungen, Stellvertretungen, Erzieher*innen, Kolleg*innen aus der Geschäftsstelle und die Geschäftsleiterinnen von Kindergärten City, Katja Grenner und Susanne Kabitz, zusammenkamen.

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Alles ist möglich
Auch die Agenda der Entwicklungswerkstatt entstand in einem partizipativen Prozess vor Ort und unter Mitwirkung Aller: In einem Open Space konnten alle Teilnehmenden Themen formulieren und interessierte Kolleg*innen zum Austausch einladen. So entstanden 26 Themengruppen, die sich in einem intensiven Arbeitsprozess mit Fragen beschäftigten wie: Wie können wir im Team Ängste vor Veränderungen abbauen? Wie setzen wir Partizipation von Kindern bei der Gestaltung von Mahlzeiten um? Wie sichern wir in unserer Besprechungskultur die Beteiligung aller Teammitglieder? Am zweiten Tag wurden die Arbeitsergebnisse dieser Gruppen zu sieben für den ganzen Betrieb wichtigen Kernthemen verdichtet. Sieben gemischt zusammengesetzte Gruppen formulierten zu jedem Thema gemeinsame Werte und schließlich Leitsätze, die nun als Grundstein für die Entwicklung eines Führungsleitbildes für Kindergärten City dienen werden.

Nach der Entwicklungswerkstatt ist vor der Entwicklungswerkstatt
„Sehr intensiv, sehr anstrengend“, lautete am Freitagnachmittag das Fazit vieler Teilnehmer*innen, „aber auch sehr beeindruckend, was wir gemeinsam in so kurzer Zeit erarbeitet haben! Ein spannender Prozess, der nun weitergehen muss“. Und das wird er: Bereits Mitte Juli trifft sich die Steuergruppe, um die Entwicklungswerkstatt: Leitung auszuwerten und gemeinsam zu beraten, wie die Entwicklungswerkstatt: Pädagogische Fachkräfte an sie anknüpfen und mit ihren Ergebnissen weiterarbeiten kann.

Der Raum als dritter Erzieher: Tag der Architektur in der Kita Stettiner Straße

20170625 TagDerArchitektur1Erst vor wenigen Wochen wurde der U3-Bereich der City-Kita Stettiner Straße 21-23 offiziell eröffnet, und schon stand die Kita im Licht der Öffentlichkeit: Aufgrund ihrer besonderen architektonisch-gestalterischen Qualität hatte die Architektenkammer Berlin die Kita für den bundesweiten Tag der Architektur ausgewählt. Und so öffneten das Leitungsteam, Margit Ebeling und Regina Kästner, gemeinsam mit dem Architekten Jason Danziger am 25. Juni ihre Türen, um zahlreichen Architektur- und Kitainteressierten Rede und Antwort zu stehen.

20170625 TagDerArchitektur3„Dieses Gebäude aus den 70iger Jahren weist durch seine Tiefe von z.T. über 20 Metern schwierige Lichtverhältnisse auf“, erklärte Jason Danziger den Besuchern. „Deshalb haben wir uns in der Planung sehr intensiv mit Fragen des Lichts und der Farben beschäftigt.“ Herausgekommen ist ein wahres Farbfeuerwerk im Spektrum von leuchtendem Gelb über verschiedene Grüntöne bis zu intensivem Blau. In Kombination mit Fenstern zu innenliegenden Räumen und dem gezielten Einsatz von Lichtquellen und Farbflächen wirken alle Räume hell und zurückgenommen, aber dennoch kindgerecht und freundlich. Jeder Raum kombiniert das helle Grau von Böden, Möbeln und einzelnen Wänden mit einem eigenen, sehr intensiven Farbton, der sich auch an der Gartenfassade zeigt. „Die Kinder verstehen dieses Farbkonzept intuitiv und wissen immer sofort, wo sie sich gerade in der Kita aufhalten“, so Danziger.

20170625 TagDerArchitektur4Zu den Gästen des Tages zählten - neben der Präsidentin der Berliner Architektenkammer, Christine Edmaier - auch viele Fachbesucher aus anderen Kitas, die sich sehr für die vom Architekten und dem Kita-Team entwickelten Möbel interessierten: Halbhohe Schränke zur Aufbewahrung der Matratzen, die sich Dank ihrer Rollen flexibel als Raumteiler, Ablage- oder Arbeitsflächen nutzen lassen. Hocker mit variablen Sitzhöhen für Kinder unterschiedlichen Alters, die ohne Werkzeug für die Bedürfnisse von Integrationskindern anpassbar sind. Rollbare Geschirrschränke, die in der Küche für jede Gruppe bestückt und nach der Nutzung einfach wieder in die Küche zurückgerollt werden.

„Beeindruckend, was der Architekt und das Kita-Team hier gemeinsam geschaffen haben“, lautete denn auch das einhellige Urteil der meisten Besucher. Für Jason Danziger und das Kita-Team Lob und Ansporn zugleich, denn der zweite Bauabschnitt, in dem die im ersten Stock gelegenen Gruppenräume der Ü3-Kinder neugestaltet werden, hat bereits begonnen.

Mehr Informationen finden Sie auf der Homepage des Architekten Jason Danziger.

Laufend besser: Kindergärten City bei der 18. 5x5km-Teamstaffel

20170616 Teamstaffel2017aAls grüne Lunge der Berliner Innenstadt ist der Tiergarten fast täglich von unzähligen Läufer*innen bevölkert. Am Abend des 16. Juni 2017 aber war es besonders voll: Mehr als 1.800 Startläufer drängten sich an der Startlinie der  18. 5x5km-Teamstaffel. Mittendrin dabei: Die Läufer*innen der drei Staffeln, die für Kindergärten City ins Rennen gingen.

Im Schatten des Reichstags und vis-à-vis des Kanzleramts bot sich eine grandiose Kulisse und zahlreiche Schlachtenbummler halfen den Teilnehmenden über die Strapazen der Strecke hinweg. „Die Atmosphäre ist einfach großartig. Hier zu laufen, ist für alle immer ein ganz besonderes Erlebnis“, freute sich Kerstin Ahlburg, stellvertretende Leiterin der Kita Nordbahnstraße. Die passionierte Orientierungsläuferin organisiert seit 2007 die Teamstaffel-Teilnahme von Kindergärten City.

20170616 Teamstaffel2017bGenauso bunt wie der Träger waren auch seine drei Staffeln besetzt: Mit dabei waren Erzieher*innen, Kitaleitungen, Stellvertretungen und Sprachexpertinnen aus sieben verschiedenen City-Kitas. Aus einer Kita lief ein Vater mit und eine der Teilnehmerinnen übergab den Staffelstab sogar an ihren Sohn. Am Ende kamen die City-Staffeln mit Zeiten zwischen 2:14h und 2:24h auf den Plätzen 691, 805 und 1.201 ins Ziel. Darauf kam es aber überhaupt nicht an. Kerstin Ahlburg: „Uns geht es nicht um sportliche Höchstleistungen. Wir kommen Kita-übergreifend zusammen, haben gemeinsam Spaß und reden auch mal über andere Dinge als den Dienstalltag. Das ist ein toller Ausgleich, der hilft, wenn es in der Kita mal wieder stressig wird.“

Neunte U3-Fortbildung für Kitaleitungen und Erzieher*innen gestartet

20170519 U3 Fortbildung1Die Qualität der pädagogischen Arbeit in den Kitas stetig zu verbessern ist eines der zentralen Ziele von Kindergärten City. Seit 2011 ist deshalb die U3-Fortbildung „Qualität von Anfang an“ fester Bestandteil des Qualifizierungsangebots des Trägers. Seitdem haben über  180 City-Pädagog*innen diese Fortbildung absolviert, die vom Forschungs- und Entwicklungsinstitut PädQUIS durchgeführt wird. Am 27. April 2017 startete der neunte Durchgang, erstmals für Kitaleitungen und  pädagogische Fachkräfte aus der gleichen Einrichtung im Tandem.

Bis zum Frühjahr 2018 setzen sich die Teilnehmer*innen nun an elf Fortbildungstagen intensiv mit Themen wie Eingewöhnung, Elternarbeit oder Raumgestaltung auseinander. Alle Themen werden spezielle im Hinblick auf die Bedürfnisse der jüngsten Kitakinder intensiv bearbeitet.  Hinzu kommt ein Tag, an dem die Teilnehmenden untereinander die Arbeitsplätze tauschen und in einer anderen Kita arbeiten. Am Ende schreiben alle eine Abschlussarbeit zu einem selbst gewählten Thema, das unmittelbar der Praxis in ihrer Kita entspringt und das neu erworbene Wissen in den Alltag vor Ort überträgt.

„Dieser Wissenstransfer in die Praxis ist uns sehr wichtig, denn was nützen anregende Fortbildungstage, wenn das neue Wissen danach nicht im Kita-Alltag ankommt?“, so Liane Schiecke, Regionalleiterin und Koordinatorin der U3-Fortbildungen. „Deshalb richten wir die  Fortbildungsinhalte unmittelbar am Bedarf unserer Kitas aus.“

Kita Veteranenstraße ist Landessieger 2017 beim Kita-Posterwettbewerb des Handwerks

20170509 Veteranenstrae Posterwettbewerb3„Was machst du da?“, „Was ist das für ein Werkzeug?“ Mit solchen Fragen werden Handwerker unweigerlich empfangen, wann immer sie in einer Kita ihrer Arbeit nachgehen. Neugierige Kinder beobachten sie genauestens und würden am liebsten alles selbst in die Hand nehmen und ausprobieren. Deshalb war es für die Kita Veteranenstraße keine Frage: Beim Kita-Posterwettbewerb des Handwerks machen wir mit!

Jedes Kind besitzt Hausschuhe - aber wie werden eigentlich Opas Pantoffeln hergestellt? Um das herauszufinden, besuchten die Pädagog*innen mit den Vorschulkindern die traditionsreiche Manufaktur „Pantoffeleck“ in der Torstraße, wo ihnen Werkstoffe, Werkzeuge und teilweise 100 Jahre alten Maschinen erklärt wurden. Die kleinen Gäste durften Mini-Pantoffel als Schlüsselanhänger herstellen und selbst mit den Werkzeugen umgehen. In den nächsten Tagen und Wochen versuchten die Kinder Pantoffeln aus Papier, Stoffen und Pappe zu basteln, und auch jüngere Kinder waren mit Eifer dabei.

20170509 Veteranenstrae Posterwettbewerb1Die intensive Beschäftigung mit dem Schumacherhandwerk weckte das Interesse der Kinder auch an anderen Handwerksberufen, und so  entwickelte sich das mehrmonatige Projekt „Wer will fleißige Handwerker sehen“, das bis heute läuft.  Dabei können die Kinder - passend zu den Themenräumen im offenen Bereich der Kita - Berufe wie Weber, Schneider, Musiker, Müller, Bäcker, Kaufmann, Architekt oder Bauarbeiter ausprobieren und besuchen regelmäßig passende Handwerksbetriebe im Umfeld der Kita.

Für den jährlichen Kita-Posterwettbewerb des Handwerks gestalteten die Kinder ein Poster mit unterschiedlichsten Materialien, eigenen Zeichnungen und historischen Abbildungen – und wurden damit prompt Landessieger Berlin. Am 9. Mai 2017 fand ein großes Handwerksfest mit Eltern und Kindern statt, um den Gewinn zu feiern. Zu ihm war als Ehrengast auch der Inhaber des „Pantoffelecks“ geladen und stellte mit den Kindern die beliebten Mini-Pantoffeln her.

Kindergärten City eröffnet eigene Forscherwerkstatt

20170426 Forscherwerkstatt2 webKnapp acht Jahre ist es her, seit Kindergärten City das 100. Netzwerk der Stiftung Haus der kleinen Forscher gründete, und seither hat sich viel getan. Heute arbeiten über 50 City-Kitas im Netzwerk mit und rund 170 Pädagog*innen qualifizieren sich in regelmäßigen Workshops zu Spezialist*innen in Sachen MINT-Förderung. Und so entstand im Jahr 2015 die Idee, zusätzlich zur seit vielen Jahren bestehenden Lernwerkstatt auch eine eigene FORSCHER:WERKSTATT für Kindergärten City einzurichten. Gesagt, getan!

Ein Ort zum Forschen und Entdecken für Groß und Klein
Geeignete Räume waren schnell gefunden: In der Kita Alt Moabit, mittendrin in Berlin-Mitte unweit des Regierungsviertels. Nicht ganz so schnell ging der Umbau der Räume vonstatten: Viele Stunden Arbeit und viel Kreativität waren nötig, bevor es am 26. April 2017 soweit war: Im Beisein aller am Umbau Beteiligten konnte die FORSCHER:WERKSTATT an ihre künftigen Nutzer übergeben werden. 20170426 Forscherwerkstatt1 webNun ist sie vor allem eines: Ein Ort des Entdeckens, Ausprobierens und Staunens für Groß und Klein. Neben regelmäßigen Workshops für die MINT-Pädagog*innen sind die großzügigen, hellen Räume mit Blick ins Grüne auch ein idealer Ort für andere Fortbildungen für die pädagogischen Fachkräfte des Trägers.

„Wir freuen uns, dass die Türen zum Entdecker-, Gestaltungs-, Ideen- und zum Geist-Reich nun für alle weit geöffnet sind“, so das Leitungsteam der FORSCHER:WERKSTATT, Karin Cordts und Liane Schiecke: „Denn auch das soll unsere FORSCHER:WERKSTATT sein: Ein Ort, an dem sich die Mitarbeiter*innen von Kindergärten City begegnen und austauschen können.“

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