Kita Ghanastraße gewinnt für ein Projekt zum Klimawandel den Umweltpreis Berlin-Mitte 2017

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Kita Ghanastraße gewinnt für ein Projekt zum Klimawandel den Umweltpreis Berlin-Mitte

20171125 GhanaerStr Umweltpreis1Es war ein feucht-kühler Herbsttag 2016, wie wir ihn derzeit auch erleben, an dem die Kinder der Kita Ghanastraße sich sehnsüchtig fragten, wann es endlich den ersten Schnee dieses Winters geben würde. Viel Hoffnung auf baldige Schneeballschlachten konnten die Pädagoginnen Ute Krüger und Sabine Wendlandt ihnen nicht machen, werden die Winter in Berlin doch gefühlt immer wärmer und grüner. Aber warum ist das so? Aus dieser Frage entspann sich ein mehrmonatiges Projekt zum Thema Klimawandel und saisonale Ernährung.

Was haben Tomaten im Winter mit dem Klimawandel zu tun?
Gemeinsam ließen die Kinder kleine Eisbären auf selbstgemachten Eisschollen schwimmen und beobachteten deren Schmelzen. Sie schauten sich an, welchen langen Weg einmal umd die ganze Welt eine Jeanshose von der Herstellung bis zum Verkauf  zurücklegen muss. Zur Frage, was jeder Einzelne für den Klimaschutz tun kann, nahmen sie mit ihren Pädagoginnen die Lebensmittel des täglichen Speiseplans unter die Lupe. Woher kommen Tomaten und Bananen mitten im Winter? Welche Lebensmittel können wir jetzt essen, die nicht über tausende Kilometer zu uns gebracht werden müssen? 20171125 GhanaerStr Umweltpreis2Zusammen mit der Kita-Köchin erstellten sie einen regional-saisonalen Speiseplan. Er wurde fortan einmal wöchentlich in die Tat umgesetzt, und zwar unter tatkräftiger Mitwirkung der Kinder beim Lauchputzen, Kartoffelreiben und Apfelmuskochen. Als es wieder wärmer wurde, stieg auch die Vielfalt der zur Verfügung stehenden Lebensmittel wieder an. Im Kitagarten und in der Gartenarbeitsschule bauten die Kinder Kartoffeln, Kräuter, Gemüse und Radieschen an, die sie ernteten und statt Wurst aus dem Supermarkt auf die Vesperbrote schnippelten. Und zum Abschluss des Projekts konnte jedes Kind ein selbst gestaltetes Kochbuch mit nach Hause nehmen, damit auch die Eltern die saisonal-regionalen Lieblingsgerichte ihrer Kinder zubereiten können.

„Unser Ziel war es, die Kinder für das wichtige Thema Klimawandel zu sensibilisieren“, so Ute Krüger, die auch die stellvertretende Leitung der Kita ist. „Wir wollten ihnen vermitteln, wie wichtig es ist, dass jeder Mensch, ob klein oder groß, Verantwortung für unsere Erde übernimmt.“

Herzlichen Glückwunsch!
Für dieses großartige Projekt zeichnete das Bezirksamt Mitte die Kita mit dem mit 700 Euro dotierten, ersten Platz des Umweltpreises 2017 aus – und dass schon zum 9. Mal. Wir gratulieren sehr herzlich!

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