Pädagog*innen erarbeiten gemeinsam ein Kinderschutzkonzept für Kindergärten City

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Pädagog*innen erarbeiten gemeinsam ein Kinderschutzkonzept für Kindergärten City

Alle Berliner Kita-Träger sind verpflichtet, ein Kinderschutzkonzept vorzuweisen. In der Regel werden diese vom Träger erarbeitet und den Kitas als verbindliches Regelwerk vorgeschrieben. Kindergärten City hat sich für einen anderen Weg entschieden: „Kern unserer Unternehmenskultur ist die Partizipation. Deshalb ist es uns wichtig, unser Kinderschutzkonzept nicht vorzugeben, sondern es gemeinsam mit all denen zu erarbeiten, die in der Praxis mit Kinderschutzthemen zu tun haben“, so die pädagogische Geschäftsleiterin von Kindergärten City, Katja Grenner.

20180118 AG KiSchuKonzept WebUnd so nahm am 18. Januar die AG Kinderschutzkonzept ihre Arbeit auf. Ihr gehören bereits langjährig erfahrene Erzieher*innen ebenso wie Berufsanfänger*innen an,  Kitaleitungen wie Stellvertretungen,  Angehörige des Personalrats und die Kinderschutz-Koordinatorin des Trägers, Regionalleiterin Kerstin Vierke. Ein Jahr lang werden sie sich in regelmäßigen Arbeitstreffen mit den zentralen Themen des Kinderschutzes auseinandersetzen.

Konkretes Rüstzeug für die Praxis
20180118 AG KiSchuKonzept Nowotny Web„Ziel unserer AG ist es, das Handeln unserer Fachkräfte in den Blick zu nehmen und neben dem intervenierenden insbesondere den präventiven Kinderschutz zu optimieren. Dafür werden wir Haltungen, Methoden und Maßnahmen beschreiben, die dazu beitragen, Grenzverletzungen, Übergriffen und anderen Formen von Gewalt vorzubeugen“, erkärt Kerstin Vierke. „Wir werden Handlungsschritte der Verantwortlichen benennen und notwendige Rahmenbedingungen aufzeigen. Konkrete Handlungsempfehlungen sollen unsere Teams unterstützen, mit einem Verdacht oder einer tatsächlich festgestellte Kindeswohlgefährdung professionell und angemessen umzugehen. Auch das Thema Gewalt gegen Kinder durch Mitarbeiter wird Teil unseres Schutzkonzeptes sein. Hier wollen wir noch mehr Sensibilität für dieses Thema entwickeln, Verfahrensweisen im Umgang damit erarbeiten und diese verbindlich festhalten.“

20180118 AG KiSchuKonzept Maywald WebAm Ende soll ein Schutzkonzept stehen, das die Rechte der Kinder auf Schutz gewährleistet und ebenso den Kolleg*innen Orientierung und Sicherheit im Umgang mit allen Themen des Kinderschutzes  gibt: Praxistaugliches Rüstzeug, mit dem Erzieher*innen gut arbeiten, Kinderschutz präventiv gestalten und Kinder wirksam vor Übergriffen schützen können.

Unterstützung durch Experten
Für die fachliche Begleitung konnten mit Dr. Elke Nowotny (Kinderschutzzentrum Berlin) und Prof. Dr. Jörg Maywald (Deutsche Liga für das Kind) zwei bundesweit renommierte Kinderschutz-Experten gewonnen werden. „Die Zusammenarbeit mit beiden ist uns Ehre und Verpflichtung zugleich“, so Katja Grenner. Für Prof. Maywald ist die partizipative Erarbeitung eines Schutzkonzepts ein  „vorauspreschendes und vorbildhaftes Vorgehen“, das in dieser Form bundesweit einzigartig ist.

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