Digitale Medien in der pädagogischen Arbeit: Projektauftakt

Digitale Medien in der pädagogischen Arbeit: Projektauftakt

Der Umgang mit digitalen Medien ist laut KMK die vierte Kulturtechnik neben dem Lesen, Schreiben und Rechnen. Schon Kitakinder an sie heranzuführen, ist Teil des Bildungsauftrags jeder Kita. Doch was braucht es dafür – jenseits von mobilen Endgeräten und WLAN? Die Kitas von Kindergärten City nähern sich dieser Frage im Rahmen des Projekts „Digitale Medien in der pädagogischen Arbeit“, für das am 21. und 22. Juni der offizielle Startschuss fiel. Mit dabei: Die neuen „Kompetenz-Tandems Digitalisierung“ aus allen 56 Kitas.

Eins ist klar: Um die Nutzung digitaler Medien zu einem selbstverständlichen Teil der pädagogischen Arbeit werden zu lassen, ist es nicht damit getan, Kitas mit Tablets und Internetzugängen auszustatten. Damit die Geräte pädagogisch sinnvoll eingesetzt und Kinder beim Erwerb einer Medienkompetenz begleitet werden können, müssen auch bei vielen Erwachsenen Vorbehalte ab- und Kompetenzen aufgebaut werden. Dazu wollen sich unsere Kitateams gemeinsam auf den Weg machen, einen Fahrplan für die bewusste und aktive Nutzung digitaler Medien erarbeiten und nicht zuletzt die Eltern für dieses Vorhaben gewinnen. Ein langer Weg, der in vielen kleinen Schritten zu gehen ist, damit alle folgen können und wollen.

Um ihn gemeinsam mit allen Kitas zu gehen, wurden in allen City-Kitas „Kompetenz-Tandems Digitalisierung“ gebildet, denen Kitaleitungen, zusätzliche Fachkräfte für Sprachbildung und Erzieher*innen angehören. Zusammen mit den Fachberater*innen unseres Sprachkita-Teams bilden sie den Kern des Digitalisierungsprojekts bei Kindergärten City. Am 21. und 22. Juni trafen sie sich zu einem ersten virtuellen Netzwerktreffen, um die weiteren Schritte des Projekts zu besprechen. Gemeinsam werden sie in den nächsten Monaten nicht nur Materialien, Anregungen und Best Practice-Beispiele sammeln und entwickeln, sondern sie als Multiplikator*innen auch in alle Kitateams hineintragen. Auf diese Weise soll die Nutzung von 86 iPads, Endoskopkameras und digitalen Mikroskopen, die Dank der Förderung des Bundesprogramms Sprachkitas angeschafft werden konnten, systematisch begleitet, unterstützt und evaluiert werden. Die Ausstattung der Kitas mit zunächst ein bis zwei Erkundungsgeräten ist dabei ein erster Schritt. Flankiert wird der Prozess von einem regelmäßigen Fach- und Erfahrungsaustausch und niedrigschwelligen, praxisnahen Fortbildungsangeboten. So wollen unsere pädagogischen Fachkräfte gemeinsam mit den Kindern neue digitale Welten entdecken, miteinander lernen und dabei viele spannende Erfahrungen machen.

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