Erzieherausbildung in Deutschland und Japan: Ein Besuch in der Kita Fredersdorfer Straße

Erzieherausbildung in Deutschland und Japan: Ein Besuch in der Kita Fredersdorfer Straße

“Kangei” – herzlich willkommen - hieß es am 26. Februar 2016 in der Friedrichshainer Kita Fredermäuse für 15 angehende Erzieherinnen der privaten Ohkagakuen University im japanischen Toyoake. Auf ihrer Studienreise zum Thema „oversea preschool education“ machten die Studentinnen im zweiten von vier Studienjahren und begleitet von zwei Professoren, in Berlin Station.

Kitaleiterin Ramona Hartenbach führte sie durch ihr Haus, in dem derzeit 210 Kinder betreut werden. Und die ließen es sich nicht nehmen, den Gästen den besonderen pädagogischen Schwerpunkt ihrer Kita, das Forschen und Experimentieren, höchst persönlich vorzuführen.  Ganz Bewohner des „Hauses der kleinen Forscher“ bastelten sie gemeinsam mit ihren Erzieherinnen einen „Kohlensäure-Fahrstuhl für Senfkörner“ und eine Lava-Lampe aus farbigem Wasser, Öl und einer Brausetablette. Von den Experimenten zeigten sich die Besucherinnen mindestens ebenso beeindruckt wie die kleinen Forscher selbst.

Im Anschluss gab es bei Tee und Obst Gelegenheit zur Beantwortung vieler Fragen, aus denen sich auch die Unterschiede zwischen dem deutschen und dem japanischen Umgang mit Vorschulkindern ablesen ließen. Viele Fragen drehten sich dabei um die Themen Sprachförderung und Integration, aber auch um den Umgang mit Flüchtlingskindern und das Berliner Bildungsprogramm. Auf die Frage, welche Botschaft sie den angehenden Erzieherinnen aus Japan mit auf den Heimweg geben möchte, sagte Ramona Hartenbach: „Das Miteinander ist am wichtigsten.  Glückliche Kinder sollten das oberste Ziel für jeden Erzieher sein – und manchmal ein bisschen weniger Leistungsdruck.“

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