Haus der kleinen Forscher der Kindergärten City

GROße forscher im kleinen

Für Kinder ist die Welt der Erwachsenen eine Aneinanderreihung unzähliger Rätsel, die zu lösen sie als große Aufgabe betrachten. Ob sie sprechen üben, mit Lego bauen, oder Mutter-Kind spielen: Die meiste Zeit verbringen sie damit, selbst gestellte Probleme zu bearbeiten und orientieren sich dabei am Verhalten der Großen. Fehlschläge nehmen sie in Kauf und wiederholen geduldig und zigfach ihre Versuche, bis sie etwas verstehen, was ihnen vorher dunkel erschien, oder bis sie etwas können, was sie zuvor nicht vermochten. Das zeigt nicht nur, wie ernst sie ihr Spiel nehmen, sondern auch dass sie eine Methode anwenden, die als "trial and error" dem Vorgehen in der Forschung gleicht. So gut wie alles, womit sich Kinder den Tag über beschäftigen, ist Forschen. Denn ob in der Kita oder auf der Uni: Erkenntnisse erlangen nur die, die sich mühseligen Versuch-Irrtum-Prozessen überlassen - und nicht aufgeben.

An diese Hartnäckigkeit und Wissbegierde, die Kinder von Geburt an unter Beweis stellen, knüpft die Stiftung "Haus der Kleinen Forscher" an. Seit 2009 ist "Kindergärten City" - als 100. Kooperationspartner - Teil dieser größten Frühbildungsinitiative Deutschlands, die die Kinder bei ihrer alltäglichen Beschäftigung mit Fragen zur Naturwissenschaft, Mathematik und Technik fördern und motivieren will. Über zwei Drittel unserer Kitas beteiligen sich an diesem Netzwerk, und sechs Einrichtungen sind für ihr erfolgreiches Engagement bereits mit der Plakette "Haus der kleinen Forscher" ausgezeichnet worden. Höhepunkt war im Mai 2013 unsere Ausstellung "Achtung: Kleine Forscher!" im Kunstquartier Bethanien, die fast 3.500 kleine und große Besucherinnen und Besucher  angelockt hat. Herzstück der Stiftung sind Workshops, bei denen mehr als 120 Pädagogen unserer Einrichtungen regelmäßig ihre Kenntnisse auffrischen, zum Beispiel über jüngste Untersuchungen zur Sprachentwicklung. Zurück in den Kitas können sie dann gemiensam mit den Kindern ihr neues Fachwissen in Lern- und Experimentierwerkstätten anwenden und vertiefen. Und sich dem unendlichen Katalog ihrer Fragen rund um alltägliche Phänomene und Mysterien mit Kompetenz und Hingabe widmen. Fragen wie zum Beispiel: Können wir uns auch ohne Worte unterhalten? Wie erzeugt man Wärme? Und: Was machen Senfkörner im Sprudelwasser?