Corona: Eltern-FAQ

Corona: Fragen & Antworten zur Notbetreuung in den Kitas und ihrer Erweiterung

Angesichts des deutlichen Rückgangs der Corona-Pandemie in Berlin können die seit dem 17. März geschlossenen Kitas nach und nach wieder für mehr Kinder geöffnent werden. Antworten auf die wichtigsten Elternfragen zum stufenweisen Ausbau des eingeschränkten Betreuungsbetriebs fassen wir hier für Sie zusammen. Die Antworten werden kontinuierlich erweitert und aktualisiert.

Ergänzungen vom 26.5.
Ist es möglich, dass mein Kind in einer anderen Kita oder von Nicht-Fachkräften betreut werden muss?
In den Medien war zu lesen, dass in den Kitas stichprobenartig Corona-Test bei Mitarbeiter*innen und auch bei Kita-Kindern geplant sind. Gibt es hier konkrete Pläne?
Halten die Kitas an den für den Sommer geplanten Schließzeiten fest?
Wie gehen die Kitas mit Kindern um, die Krankheitssymptome wie Husten oder Fieber zeigen?

Wie ist die schrittweise Öffnung der Kitabetreuung geplant?
Welchen Betreuungsanspruch haben die Kinder?
Welche Unterlagen sind vorzulegen?
Wie sieht die Gruppenorganisation aktuell aus?
Welche Hygieneregeln gelten aktuell?
Was müssen Eltern beim Bringen und Abholen ihrer Kinder beachten?
Können die Kitas neue Betreuungsverträge abschließen?
Bekommen die Kinder in der Halbtagsbetreuung ein Mittagessen, auch wenn sie mittags die Kita verlassen oder erst mittags kommen?
Bekommen wir das während der Corona-Schließung gezahlte Essensgeld zurückerstattet?
Downloads wichtiger und informativer Dokumente


Ist es möglich, dass mein Kind in einer anderen Kita oder von Nicht-Fachkräften betreut werden muss?

Die Senatsjugendverwaltung hat das Ziel formuliert, dass bis zum Sommer eine Kita-Notbetreuung für alle Kinder angeboten werden soll. Um dies zu erreichen, hat sie die Möglichkeiten der Betreuung an einigen Stellen erweitert:
  1. Für die Betreuung sollen alle Räume der Kita genutzt werden, also auch z.B. Bewegungs- und Ruheräume.
  2. Wenn die personellen oder räumlichen Ressourcen in der eigenen Kita nicht mehr ausreichen, können Kinder auch in anderen Kitas betreut werden.
  3. Die Regel, wonach der Anfahrtsweg zur Kita mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht länger als 30 Minuten dauern darf, wurde für die Zeit der erweiterten Notbetreuung ausgesetzt. Längere Wege sind bis auf Weiteres also zulässig.
  4. Auch die Nutzung der Räumlichkeiten von Kooperationspartnern (z.B. Familienzentren, Nachbarschaftsheimen, Kirchengemeinden) für die Betreuung einzelner Gruppen ist möglich.
  5. Zur Unterstützung der Fachkräfte und zur Sicherstellung der Aufsichtspflicht können auch Nicht-Fachkräfte eingesetzt werden. Hierzu zählen Eltern und Mitglieder des erweiterten Familienkreises der betreuten Kinder, FSJ’ler und „Bufdis“, Kindergruppenleiter*innen, Praktikant*innen und Ehrenamtliche.
In den Kitas von Kindergärten City ist die räumliche Situation so, dass von den Punkten 2 und 3 nach gegenwärtigem Kenntnisstand nicht Gebrauch gemacht werden muss. Hinsichtlich der Erschließung weiterer personeller Ressourcen erarbeiten wir momentan Konzepte, um die Betreuung der Kinder sicherstellen zu können. Sollte der Einsatz von Nicht-Fachkräften in der Kita Ihres Kindes notwendig werden, wird Sie Ihre Kitaleitung hierüber informieren.

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In den Medien war zu lesen, dass in den Kitas stichprobenartig Corona-Test bei Mitarbeiter*innen und auch bei Kita-Kindern geplant sind. Gibt es hier konkrete Pläne?
Bislang liegen uns keine näheren Informationen zur Test-Strategie des Landes Berlin oder zur Frage vor, ob unsere Kitas von den stichprobenartigen Tests betroffen sein werden. Sobald wir Näheres erfahren, werden wir Sie darüber informieren. In jedem Falle werden Coronatest an Kindern in der Kita nur dann durchgeführt, wenn die Eltern hierfür ihr Einverständnis gegeben haben.

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Halten die Kitas an den für den Sommer geplanten Schließzeiten fest?
Der Umgang mit den Schließzeiten berührt zwei Aspekte: Einerseits ist allen Beteiligten bewusst, dass manche Eltern ihren Urlaub aufbrauchen mussten, um die Zeit der Kitaschließung zu überbrücken, und dass für diese Eltern eine Sommer-Schließzeit problematisch ist. Andererseits dient die Schließzeit dazu, dass die Fachkräfte in einem überschaubaren Zeitraum ihren Jahresurlaub nehmen können, damit im Rest des Jahres nicht zu viele Mitarbeiter*innen wegen Urlaubs fehlen. Hierauf ist die Urlaubsplanung der Kitas ausgerichtet. Würden die Kitas komplett auf die Schließzeit verzichten, würde das zu einem „Urlaubsstau“ im dritten und vierten Quartal führen, der die Betreuungskapazitäten stark einschränken würde.

Wenn Ihre Kita eine Sommerschließzeit geplant hat und Sie in dieser Zeit einen dringenden Betreuungsbedarf haben, für den Sie keine Alternative finden können, sprechen Sie bitte Ihre Kitasleitung hierauf an. Im Gespräch lassen sich sicher Lösungen finden, beispielsweise, in dem unter den Fachkräften Freiwillige für die Betreuung während der Schließzeit gewonnen werden oder indem mit benachbarten Kitas kooperiert wird. Bei größeren Bedarfen ist auch die Verkürzung der Schließzeit denkbar.

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Wie gehen die Kitas mit Kindern um, die Krankheitssymptome wie Husten oder Fieber zeigen?
Im Sinne des Infektionsschutzes ist es essentiell, dass Kinder mit Krankheitssymptomen keinen Kontatk zu anderen Kindern in der Kita haben. Deshalb wird die Kita Kinder, die bereits beim Bringen Krankheitsanzeichen zeigen, nicht für die Betreuung annehmen. Kinder, die während des Tages Symptome wie Husten, Halsschmerzen oder Fieber entwickeln, werden durch die Fachkräfte in einem separaten Raum oder Raumbereich von den anderen Kindern separiert. In diesem Fall werden die Eltern angerufen und gebeten, ihr Kind so schnell wie möglich abzuholen.

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Wie ist die schrittweise Öffnung der Kitabetreuung geplant?
Bis zum 13. Mai war eine Kita-Betreuung nur für Kinder von Eltern eines sehr eingeschränkten Personenkreises möglich.. Dazu zählten vor allem Eltern in so genannten systemrelevanten Berufen, aber auch Alleinerziehende und Kinder mit besonderen familiären Herausforderungen. Dies wird sich nun nach und nach ändern.

Die Senatsverwaltung für Bildung hat beschlossen, die Kitas in mehreren Stufen für weitere Kinder zu öffnen. Seit dem 14.5. können diejenigen Kinder, die in diesem Jahr eingeschult werden, sowie ihre Geschwister, die Kita wieder besuchen. Am 25.5. ist die Stufe 3 der Erweiterung in Kraft getreten: Ab sofort haben Kinder, die vor dem 26.5.2015 geboren sind (und also aktuell fünf Jahre oder älter sind), einen Anspruch auf die eingeschränkte Betreuung in der Kita.

Die weiteren Stufen der Öffnung, die in Abhängigkeit vom Infektionsgeschehen im Abstand von zwei Wochen vollzogen werden sollen, sehen wie folgt aus:

Stufe 2 Stufe 3 Stufe 4 Stufe 5 Stufe 6 Stufe 6
Vorschulkinder 7,5 bis 5,5 Jahre und ihre Geschwister Kinder im Alter von 5 Jahren und ihre Geschwister Kinder im Alter von 4 bis unter 5 Jahren und ihre Geschwister Kinder im Alter von 3 bis unter 4 Jahren und ihre Geschwister Kinder im Alter von 2 bis unter 3 Jahren und ihre Geschwister Kinder im Alter von 0 bis unter 2 Jahren und ihre Geschwister
ab 14.5. ab 25.5. voraussichtlich ab dem 8.6. offen offen offen









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Welchen Betreuungsanspruch haben die Kinder?
Im Interesse des Infektionsschutzes sollen die Kinder in kleinen, stabilen Gruppen betreut werden, zwischen denen es so wenig Austausch wie möglich gibt. Die Größe der Gruppen soll nicht mehr als zehn Kinder betragen. Das bedeutet: Die Betreuungskapazitäten in den Kitas sind sowohl hinsichtlich der Räume, als auch hinsichtlich des pädagogischen Fachpersonals begrenzt.

Damit so viele Kinder wie möglich wieder in die Kita kommen können, müssen die Kapazitäten deshalb solidarisch unter allen Familien geteilt werden. Deshalb hat die Senatsjugendverwaltung den Betreuungsanspruch für alle Kinder auf einen Halbtagsplatz mit einem Umfang von vier Stunden begrenzt.

Wie dieser Anspruch erfüllt wird – ob mit einer Betreuung von tatsächlich vier Stunden an jedem Werktag, ob in tageweisem oder wochenweisem Wechsel – wird von jeder Kita selbst organisiert. Dabei werden unter Beachtung der personellen Möglichkeiten der Kita die Bedarfe der Familien so weit wie möglich berücksichtigt.

Eine Ausnahme von der Vier-Stunden-Regel gilt weiterhin für die Kinder, die bisher schon Anspruch auf die Notbetreuung hatten.  Für diese Kinder können weiterhin bedarfsgerecht höhere Betreuungszeiten vereinbart werden. Allerdings gilt dabei auch weiterhin: Wenn es eine Möglichkeit zur häuslichen Betreuung des Kindes gibt, so ist diese zu nutzen. Auch von diesen Familien soll die Notbetreuung nur in dem Maß in Anspruch genommen werden, das unbedingt benötigt wird.

Um welchen Personenkreis es sich hier handelt, ist der „Übersicht über die anspruchsberechtigten systemrelevanten Berufe im Rahmen des eingeschränkten Kitabetriebs“ mit Stand vom 12. Mai 2020 zu entnehmen.

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Welche Unterlagen sind vorzulegen?
Wenn Ihr Kind zur Gruppe der Vorschulkinder (bzw. deren Geschwisterkinder) gehört, so müssen Sie für die Teilnahme an der Kita keine weiteren Unterlagen vorlegen. Bitte nehmen Sie mit Ihrer Kita Kontakt auf und besprechen Sie mit der Kitaleitung, wie das Betreuungsangebot vor Ort aussieht.

Gehören Sie zur Gruppe der systemrelevanten Berufe oder einer der anderen Gruppen, die Anspruch auf die Notbetreuung über vier Stunden täglich haben, so füllen Sie bitte die Eigenerklärung der Eltern (Stand 21.4.) aus, legen Sie Ihrer Kitaleitung vor und stimmen Sie mir ihr den benötigten Betreuungsumfang ab.

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Wie sieht die Gruppenorganisation aktuell aus?
Der Gesundheitsschutz der uns anvertrauten Kinder und unserer Mitarbeiter*innen ist ein Wert, der für uns von höchster Prioriät ist. Deshalb halten wir uns streng an die Vorgaben zur Gruppenorganisation. Für die Kinder und Eltern bedeutet dies: Der Kita-Alltag kann und wird bis auf weiteres nicht so sein können, wie sie es gewöhnt sind und wie wir uns das unter normalen Umständen wünschen.

Die angestrebte Gruppengröße beträgt derzeit maximal zehn Kinder, wobei jede Gruppe ihren eigenen Raum zugeteilt bekommt. Geschwisterkinder sollen in der gleichen Gruppe betreut werden. Kontakte zwischen den Kindern verschiedener Grupen sollen so weit wie möglich vermieden werden. Gleiches gilt für Wechsel der betreuenden Fachkräfte zwischen mehreren Gruppen. Die Gärten der Kitas sollen nur so genutzt werden, dass sich Kinder verschiedener Gruppen möglichst nicht begegnen. Spielzeug und anderes Material wird nur dann zwischen den Gruppen getauscht, wenn es zuvor gereinigt wurde.

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Welche Hygieneregeln gelten aktuell?
Alle unsere Kitas verfügen über einen Hygieneplan nach § 36 i.V.m. § 33 Infektionsschutzgesetz. Diese Pläne sind gut etabliert, ihre Maßnahmen sind gut eingespielt und auch unter Corona-Bedingungen weitgehend ausreichend.

Trotzdem haben wir unseren Kitas einen ergänzenden Hygieneplan für den Betrieb während der Corona-Pandemie zur Verfügung gestellt. In Übereinstimmung mit dem Corona-Rahmenhygieneplan für Kitas des Landes Berlin enthält er detaillierte Empfehlungen dazu, wie der pädagogische Alltag im Sinne des Infektionsschutzes gestaltet werden sollte und welche Schutzmaßnahmen für welche Personengruppe gelten. Zu den erläuterten Themen gehören etwa besondere Gruppenaktiviäten, Desinfektionsmaßnahmen in Gruppen- und Sanitärräumen und Gestaltung von Mahlzeiten.

Um das Infektionsrisiko weiter zu minimieren, haben wir jeder/ jedem unserer Mitarbeiter*innen drei waschbare Mund-Nase-Schutze sowie sog. Gesichtsschilde aus Plexiglas in ausreichender Zahl zur Verfügung gestellt. In welchen Situationen diese genutzt werden, liegt im Ermessen jeder Fachkraft.
 
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Was müssen Eltern beim Bringen und Abholen ihrer Kinder beachten?
Im Sinne des Infektionsschutzes bitten wir Eltern bis auf weiteres, beim Bringen und Abholen ihrer Kinder in die/aus der Kita auf das Betreten des Gebäudes zu verzichten. Die Eingänge der Kitas sind derzeit abgeschlossen, um den Zutritt von Dritten steuern und kontrolliern zu können. Deshalb klingeln Sie bitte, verabschieden sich von Ihrem Kind und übergeben es dann vor dem Eingang in die Obhut der pädagogischen Fachkräfte. Beim Abholen klingeln Sie bitte wieder und warten dann draußen, bis Ihnen Ihr Kind übergeben wird.

Sollte sich ein Betreten der Kita nicht vermeiden lassen, so treten Sie bitte unbedingt mit nur einem Elternteil ein, tragen Sie einen Mund-Nase-Schutz und halten Sie während Ihres Aufenthalts zu allen Personen außer Ihrem eigenen Kind den Sicherheitsabstand von 1,5 Metern ein.

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Können die Kitas neue Betreuungsverträge abschließen?
Ja, die Kitas planen das neue Kitajahr wie üblich und schließen auch neue Betreuungsverträge ab. Bitte beachten Sie hierbei allerdings, dass momentan nicht mit abschließender Sicherheit gesagt werden kann, wann die Eingewöhnung und Betreuung Ihres Kindes in einem solchen Fall tatsächlich beginnen kann.

Eingewöhnungen können bis auf weiteres nur mit denjenigen Kindern begonnen werden, die gemäß des aktuellen Stufenplans der Erweiterung anspruchsberechtigt sind. In diesem Fall besprechen Sie die Details bitte mit Ihrer Kitaleitung und Bezugsfachkraft.

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Bekommen die Kinder in der Halbtagsbetreuung ein Mittagessen, auch wenn sie mittags die Kita verlassen oder erst mittags kommen?
Wir sind der Meinung, dass eine gemeinsame Mittagsmahlzeit ein sehr wichtiger Bestandteil des pädagogischen Alltags in der Kita ist. Deshalb gehen wir davon aus, dass alle Kinder, die den aktuellen Halbtagsanspruch (oder mehr) in Anspruch nehmen, am Mittagessen teilnehmen. Bitte beachten Sie: Deshalb wird für alle Kinder, die derzeit die Kita besuchen, der Kostenbeitrag von 23 Euro pro Monat fällig.

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Bekommen wir das während der Corona-Schließung gezahlte Essensgeld zurückerstattet?
Ja. Für den Monat April erstattet Kindergärten City allen Familien den Kostenbeitrag von 23 Euro unaufgefordert zurück. Ab Mai zahlen nur diejenigen Familien den Beitrag, dern Kind die Kita tatsächlich besucht – unabhängig davon, an wie vielen Tagen es dies tut.

Falls noch nicht geschehen, passen Sie Ihren Dauerauftrag wenn nötig so schnell wie möglich an. Die Erstattung der für Mai oder spätere Monate zuviel gezahlten Beträge ist mit einem ernormen Verwaltungsaufwand verbunden, den wir dringend für andere Aufgaben brauchen. Die Erstattung kann insofern einige Zeit in Anspruch nehmen. Wir bitte um Geduld und darum, von Einzelnachfragen abzusehen!

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Downloads wichtiger und informativer Dokumente

Übersicht über die anspruchsberechtigten systemrelevanten Berufe im Rahmen des eingeschränkten Kitabetriebs (Stand: 12.5.2020)
NOTWENDIGKEIT DER NOTBETREUUNG IN KITA - Erklärung der Eltern (Stand: 21.4.2020)
Elterninformationen der Senatsjugendverwaltung zur stufenweisen Erweiterung des Betreuungsbetriebs im Land Berlin (13.5.2020)
Elternschreiben von Kindergärten City zur Erstattung des Essensgeldes ab April (23.4.2020)

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