Corona: Eltern-FAQ

Corona: Fragen & Antworten zur Kitabetreuung

Wie die Senatsjugendverwaltung am 10. Juni bekanntgab, haben spätestens am 22. Juni 2020 wieder alle Kinder einen Anspruch auf Betreuung in ihrer Kita. Die Reduzierung des Betreuungsanspruchs auf maximal vier Stunden täglich entfällt. Die Woche vom 15. bis zum 22. Juni gilt als Übergangsphase, die die Kitas für die personellen und organisatorischen Vorbereitungen auf den Vollbetrieb benötigen.

Antworten auf die wichtigsten Elternfragen fassen wir hier für Sie zusammen. Die Antworten werden kontinuierlich erweitert und aktualisiert.

Übersicht

Was ändert sich am 22. Juni?
Ist es möglich, dass mein Kind von Nicht-Fachkräften betreut werden muss?
In den Medien war zu lesen, dass in den Kitas stichprobenartig Corona-Test bei Mitarbeiter*innen und Kindern geplant sind. Betrifft das meine Kita?
Halten die Kitas an den für den Sommer geplanten Schließzeiten fest?
Welche Hygieneregeln gelten aktuell?
Was müssen Eltern beim Bringen und Abholen ihrer Kinder beachten?
Wie gehen die Kitas mit Kindern um, die Krankheitssymptome wie Husten oder Fieber zeigen?
Können die Kitas neue Betreuungsverträge abschließen?
Was ist bei der Zahlung des Kostenbeitrags für das Mittagessen zu beachten?
Was muss ich beachten, wenn mein Kind sich während der Sommerferien in einem Risikogebiet aufgehalten hat?
Wir haben gehört, dass es in City-Kitas bereits Coronafälle gegeben hat. Stimmt das?
Downloads wichtiger und informativer Dokumente


Was ändert sich am 22. Juni?
Seit dem 22. Juni haben Sie für Ihr Kind wieder einen Betreuungsanspruch in Ihrer Kita, der Ihrem Kitagutschein entspricht. Um alle Kinder wieder aufnehmen zu können, wurde von der Senatsjugendverwaltung die anfangs geltende Begrenzung der Gruppengröße aufgehoben. Deshalb können und werden die Kitas schrittweise wieder zu den Organisationsformen zurückkehren, in denen sie vor der Corona-Schließung gearbeitet haben. Das bedeutet auch, dass Geschwisterkinder nicht mehr in der gleichen Gruppe betreut werden müssen. Die Kitas werden die Rückkehr zum Vollbetrieb in Abhängigkeit von den Bedarfen der Eltern und entsprechend ihrer personellen und räumlichen Möglichkeiten individuell steuern.


Ist es möglich, dass mein Kind von Nicht-Fachkräften betreut werden muss?
Schon vor der Corona-Pandemie war die Personalsituation in vielen Kitas durch den Fachkräftemangel angespannt. Durch Corona verzeichnen momentan alle Kitaträger erhöhte Krankenstände, was die Situation weiter verschärft.

Dem Land Berlin ist dies bewusst. Deshalb wurde schon mit dem 14. Trägerschreiben vom 20. Mai die Möglichkeit geschaffen, in den Kitas ergänzend zum pädagogischen Fachpersonal auch Nicht-Fachkräfte zur Unterstützung der Pädagog*innen einzusetzen. Dabei soll es sich um Personen handeln, die der Kita bereits bekannt sind (z.B. ehemalige Praktikant*innen, Lesepaten u.a.). Auch der unterstützende Einsatz von Eltern der betreuten Kinder ist denkbar.

Auch in unseren Kitas sind Situationen denkbar, in denen aufgrund von akuter Personalknappheit von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht werden muss. Wir arbeiten derzeit an Konzepten, wie ein solcher Einsatz von Nicht-Fachkräften aussehen kann. Diese Personen werden erfahrenen Fachkräften zur Unterstützung zugeordnet und werden diese keinesfalls komplett ersetzen.

Sollte es in Ihrer Kita zum Einsatz von Nicht-Fachkräften kommen, so wird Sie Ihre Kitaleitung hierüber informieren.

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In den Medien war zu lesen, dass in den Kitas stichprobenartig Corona-Test bei Mitarbeiter*innen und Kindern geplant sind. Betrifft das meine Kita?
Die Rückkehr zum Kita-Regelbetrieb wird durch die sog. Berliner Teststrategie begleitet. Dabei werden in ausgewählten Kitas über ein Jahr hinweg das Personal, die Kinder und die Eltern wiederholt getestet. Außerdem erfolgenTests des Personals in 24 weiteren, zufällig ausgewählten Kitas vor und nach den Sommerferien. Hiervon sind unsere Kitas jedoch nicht betroffen. Sollte sich hieran etwas ändern und die Kita Ihres Kindes betroffen sein, wird Sie Ihre Kitaleitung darüber informieren. In jedem Fall können Sie sicher sein, dass Coronatests an Kindern in der Kita nur dann durchgeführt, wenn die Eltern hierfür ihr Einverständnis gegeben haben.

Seit dem 29. Juni besteht für alle Beschäftigten von Berliner Kitas die Möglichkeit, sich freiwillig im Testzentrum der Charité im Virchow-Klinikum auf Corona testen zu lassen, auch wenn sie keine akuten Symptome haben. Hierrüber haben wir unsere Mitarbeiter*innen informiert, sodass sie dieses Angebot bei Bedarf während ihrer Arbeitzeit nutzen können.

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Halten die Kitas an den für den Sommer geplanten Schließzeiten fest?
Der Umgang mit den Schließzeiten berührt zwei Aspekte: Einerseits ist allen Beteiligten bewusst, dass manche Eltern ihren Urlaub aufbrauchen mussten, um die Zeit der Kitaschließung zu überbrücken, und dass für diese Eltern eine Sommer-Schließzeit problematisch ist. Andererseits dient die Schließzeit dazu, dass die Fachkräfte in einem überschaubaren Zeitraum ihren Jahresurlaub nehmen können, damit im Rest des Jahres nicht zu viele Mitarbeiter*innen wegen Urlaubs fehlen. Hierauf ist die Urlaubsplanung der Kitas ausgerichtet. Würden die Kitas komplett auf die Schließzeit verzichten, würde das zu einem „Urlaubsstau“ im dritten und vierten Quartal führen, der die Betreuungskapazitäten stark einschränken würde.

Wenn Ihre Kita eine Sommerschließzeit geplant hat und Sie in dieser Zeit einen dringenden Betreuungsbedarf haben, für den Sie keine Alternative finden können, sprechen Sie bitte Ihre Kitasleitung hierauf an. Im Gespräch lassen sich sicher Lösungen finden, beispielsweise, indem unter den Fachkräften Freiwillige für die Betreuung während der Schließzeit gewonnen werden. Bei größeren Bedarfen ist auch die Verkürzung der Schließzeit denkbar.

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Welche Hygieneregeln gelten aktuell?
Alle unsere Kitas verfügen über einen Hygieneplan nach § 36 i.V.m. § 33 Infektionsschutzgesetz. Diese Pläne sind gut etabliert, ihre Maßnahmen sind gut eingespielt und auch unter Corona-Bedingungen weitgehend ausreichend.

Trotzdem haben wir unseren Kitas einen ergänzenden Hygieneplan für den Betrieb während der Corona-Pandemie zur Verfügung gestellt. In Übereinstimmung mit dem Corona-Rahmenhygieneplan für Kitas des Landes Berlin enthält er detaillierte Empfehlungen dazu, wie der pädagogische Alltag im Sinne des Infektionsschutzes gestaltet werden sollte und welche Schutzmaßnahmen für welche Personengruppe gelten. Zu den erläuterten Themen gehören etwa besondere Gruppenaktiviäten, Desinfektionsmaßnahmen in Gruppen- und Sanitärräumen und die Gestaltung von Mahlzeiten.

Um das Infektionsrisiko weiter zu minimieren, haben wir jeder/ jedem unserer Mitarbeiter*innen drei waschbare Mund-Nase-Schutze sowie sog. Gesichtsschilde aus Plexiglas in ausreichender Zahl zur Verfügung gestellt. In welchen Situationen diese genutzt werden, liegt im Ermessen jeder Fachkraft.
 
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Was müssen Eltern beim Bringen und Abholen ihrer Kinder beachten?
Auch die Rückkehr zum Regelbetrieb erfolgt unter den fortgesetzten Bedingungen der Corona-Pandemie. Deshalb bleibt die Reduzierung von Kontakten zwischen den Erwachsenen weiterhin wichtig.

Im Sinne des Infektionsschutzes bitten wir Eltern deshalb weiterhin, beim Bringen und Abholen ihrer Kinder in die/aus der Kita auf das Betreten des Gebäudes zu verzichten. Sollte sich ein Betreten der Kita nicht vermeiden lassen, so treten Sie bitte unbedingt mit nur einem Elternteil ein, tragen Sie einen Mund-Nase-Schutz und halten Sie während Ihres Aufenthalts zu allen Personen außer Ihrem eigenen Kind den Sicherheitsabstand von 1,5 Metern ein.

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Wie gehen die Kitas mit Kindern um, die Krankheitssymptome wie Husten oder Fieber zeigen?
Im Sinne des Infektionsschutzes ist es essentiell, dass Kinder mit Krankheitssymptomen, die im Zusammenhang mit einer Coronainfektion stehen könnten, keinen Kontakt zu anderen Kindern in der Kita haben. Andererseits neigen gerade jünger Kinder zu harmlosen Infekten. Hier eine Abwägung zu treffen ist nicht immer leicht und es ist nahezu unmöglich, für alle Kinder geltende Regeln zu erlassen: Ein Schnupfen bei einem Kind, das Heuschnupfen hat, ist völlig anders zu bewerten, als ein Schnupfen bei einem Kind mit stabilem Immunsystem, das sonst nur selten erkältet ist.

Vor diesem Hintergrund werden die Fachkräfte, die Ihr Kind betreuen, versuchen, eine Entscheidung im Interesse Ihres Kindes und der anderen Menschen in der Kita zu treffen. Hier gilt im Zweifel, dass der Schutz der Gruppe Vorrang hat. Zeigt Ihr Kind bereits beim Bringen eindeutige, Corona-relevante Krankheitsanzeichen, so kann die Kita es nicht für die Betreuung annehmen. Kinder, die während des Tages Symptome wie Husten, Halsschmerzen, Abgeschlagenheit, Gliederschmerzen oder Fieber entwickeln, werden durch die Fachkräfte in einem separaten Raum oder Raumbereich von den anderen Kindern getrennt. In diesem Fall werden die Eltern angerufen und gebeten, ihr Kind so schnell wie möglich abzuholen.

Mit diesen Maßnahmen schützen wir die anderen in der Kita betreuten Kinder, ihre Familien und unsere Mitarbeiter*innen. Wir bitten Sie hierfür um Ihr Verständnis. Wenn Ihr Kind Symptome aufweist, die auf eine Coronainfektion hindeuten könnten, bringen Sie es bitte nicht in die Kita! Vielen Dank!

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Können die Kitas neue Betreuungsverträge abschließen?
Ja, die Kitas planen das neue Kitajahr wie üblich und schließen auch neue Betreuungsverträge ab. Wann konkret mit der Eingewöhnung neuer Kinder begonnen werden kann, hängt sehr von den personellen und organisatorischen Voraussetzungen der einzelnen Kita ab. Ihre Kitaleitung wird mit Ihnen hierzu individuellen Absprachen treffen, die Ihrem Bedarf und den Möglichkeiten der Kita so weit wie möglich entgegenkommen.

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Was ist bei der Zahlung des Kostenbeitrags für das Mittagessen zu beachten?
Wie wir online und in einem Elternbrief informiert haben, erstatten wir für den Monat April allen Familien den Kostenbeitrag von 23 Euro für das Mittagessen unaufgefordert zurück. Für den Monat Mai bestand eine Zahlungsverpflichtung nur für diejenigen Familien, deren Kind die Kita tatsächlich besucht hat. Auch hier überweisen wir Ihnen zuviel gezahlte Beträge unaufgefordert zurück. Aufgrund des hohen Verwaltungsaufwands kann dies allerdings etwas dauern. Bitte sehen Sie von individuellen Nachfragen in unserem Finanzbereich ab.

Durch die Rückkehr zum Normalbetrieb besteht ab dem 22. Juni nun wieder die reguläre Zahlungsverpflichtung für das Mittagessen für alle Kinder – auch dann, wenn ein Kind auf Wunsch der Eltern die Kita noch gar nicht wieder besucht.

Bitte beachten Sie:
  • Besuch der Kita ab dem 21.Juni -> Zahlung des Essensgeldes erst ab Juli
  • Besuch der Kita vor dem 21. Juni > Zahlung des Essensgeldes schon für Juni notwendig

Bitte passen Sie Ihre Daueraufträge schnellstmöglich entsprechend an!

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Was muss ich beachten, wenn mein Kind sich während der Sommerferien in einem Risikogebiet aufgehalten hat?
Die Risikogebiete werden vom Robert-Koch-Institut definiert (eine aktuelle Liste finden Sie hier). Nach dem Aufenthalt in einem solchen Risikogebiet kann vom Gesundheitsamt eine 14tägige häusliche Quarantäne angeordnet werden. Geschieht dies, so kann Ihr Kind in dieser Zeit auch die Kita nicht besuchen. Im Interesse aller in der Kita zusammenkommenden Kinder, Familien und Mitarbeiter*innen bitten wir Sie herzlich, sich an die gültigen Quarantäne-Regeln zu halten.

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Wir haben gehört, dass es in City-Kitas bereits Coronafälle gegeben hat. Stimmt das?
Ja, zwei unserer Kitas wurden in den letzten Wochen wegen positiver Coronatests für zwei Wochen geschlossen, in einigen wenigen anderen Einrichtungen wurden einzelne Gruppen in Quarantäne geschickt. Erfreulich daran ist, dass das Kind oder die/der Mitarbeiter*in, die zuerst positiv getestet wurden, in keinem Fall anderen Kinder oder Erwachsene in der Kita angesteckt haben. Das haben Tests der Kontaktpersonen gezeigt. Das bedeutet, dass die in unseren Kitas praktizierten Hygiene- und Abstandsmaßnahmen bislang gut funktionieren. Darüber freuen wir uns sehr und wir danken allen Beteiligten für ihre Umsicht!

Da es im Zuge der Öffnung der Kitas für den Normalbetrieb immer wieder zu einzelnen Corona-Infektionen kommen kann und wir vermeiden möchten, das diesbezüglich durch mangelnde Informationen Unsicherheiten entstehen, werden wir ab sofort auf unserer Homepage darüber informieren, sobald es einen neuen Coronafall bei uns gibt. Die entsprechenden Informationen finden Sie hier.

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Downloads wichtiger und informativer Dokumente
Elterninformation der Senatsjugendverwaltung zur Rückkehr des Kitasystems in den Regelbetrieb (Stand: 10.6.2020)
Elternschreiben von Kindergärten City zur Erstattung des Essensgeldes ab April (23.4.2020)

Dokumente, die am 22.6. ihre Gültigkeit verlieren:
Elterninformationen der Senatsjugendverwaltung zur stufenweisen Erweiterung des Betreuungsbetriebs im Land Berlin (13.5.2020)
Übersicht über die anspruchsberechtigten systemrelevanten Berufe im Rahmen des eingeschränkten Kitabetriebs
(Stand: 12.5.2020)
NOTWENDIGKEIT DER NOTBETREUUNG IN KITA - Erklärung der Eltern (Stand: 21.4.2020)

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