Corona: Eltern-FAQ

Corona: Fragen & Antworten zur Kitabetreuung

Seit dem 22. Juni 2020 haben nach fast drei Monaten des eingeschränkten Notbetriebs wieder alle Kinder einen Anspruch auf Betreuung in ihrer Kita. Spätestens mit dem Beginn des neuen Schuljahres starten am 10. August nun alle Kitas wieder in den Regelbetrieb. Angesichts der nach wie vor andauerenden Corona-Pandemie in Deutschland steht dieser aber weiterhin unter besonderen Vorzeichen.

Antworten auf die wichtigsten Elternfragen fassen wir hier für Sie zusammen. Die Antworten werden kontinuierlich erweitert und aktualisiert.

Übersicht



Was muss ich beachten, wenn mein Kind sich während der Sommerferien in einem Risikogebiet aufgehalten hat?
Ab dem 8. August ist alle, die aus einem Corona-Risikogebiet nach Deutschland zurückkommen, dazu verpflichtet, sich einem Corona-Test zu unterziehen bzw. bei der Einreise bereits einen negativen Test vorzulegen. Das gilt auch für Kinder. Bis ein solcher Test vorliegt, kann Ihr Kind im Interesse des Gesundheitsschutzes unserer Mitarbeiter*innen, der Kinder und Familien nicht die Kita besuchen!

Möglichkeiten zur Durchführung eines Corona-Testes gibt es u.a. an allen Berliner Flughäfen und am Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB). Tests können aber auch bei niedergelassenen Ärzten durchgeführt werden. Eine von der Kassenärztlichen Vereinigung zusammengestellte Liste der Praxen, die dafür in Frage kommen, finden Sie hier. Bitte melden Sie sich für einen Test unbedingt vorher telefonisch bei der Praxis an.

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Welche Hygieneregeln gelten aktuell?
Alle unsere Kitas verfügen über einen Hygieneplan nach § 36 i.V.m. § 33 Infektionsschutzgesetz. Diese Pläne sind gut etabliert, ihre Maßnahmen sind gut eingespielt und auch unter Corona-Bedingungen weitgehend ausreichend.

Trotzdem haben wir unseren Kitas einen ergänzenden Hygieneplan für den Betrieb während der Corona-Pandemie zur Verfügung gestellt. In Übereinstimmung mit dem Corona-Rahmenhygieneplan für Kitas des Landes Berlin enthält er detaillierte Empfehlungen dazu, wie der pädagogische Alltag im Sinne des Infektionsschutzes gestaltet werden sollte und welche Schutzmaßnahmen für welche Personengruppe gelten. Zu den erläuterten Themen gehören etwa besondere Gruppenaktiviäten, Desinfektionsmaßnahmen in Gruppen- und Sanitärräumen und die Gestaltung von Mahlzeiten. Unseren Hygieneplan können Sie hier einsehen.

Um das Infektionsrisiko weiter zu minimieren, haben wir jeder/ jedem unserer Mitarbeiter*innen drei waschbare Mund-Nase-Schutze sowie sog. Gesichtsschilde aus Plexiglas in ausreichender Zahl zur Verfügung gestellt. In welchen Situationen diese genutzt werden, liegt im Ermessen jeder Fachkraft.
 
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Was müssen Eltern beim Bringen und Abholen ihrer Kinder beachten?
Auch die Rückkehr zum Regelbetrieb erfolgt unter den fortgesetzten Bedingungen der Corona-Pandemie. Deshalb bleibt die Reduzierung von Kontakten zwischen den Erwachsenen weiterhin wichtig.

Im Sinne des Infektionsschutzes bitten wir Eltern deshalb weiterhin, beim Bringen und Abholen ihrer Kinder in die/aus der Kita auf das Betreten des Gebäudes zu verzichten. Sollte sich ein Betreten der Kita nicht vermeiden lassen, so treten Sie bitte unbedingt mit nur einem Elternteil ein, tragen Sie einen Mund-Nase-Schutz und halten Sie während Ihres Aufenthalts zu allen Personen außer Ihrem eigenen Kind den Sicherheitsabstand von 1,5 Metern ein.

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Wie gehen die Kitas mit Kindern um, die Krankheitssymptome wie Husten oder Fieber zeigen?
Nach einer für alle Kitas geltenden Vorgabe der Senatsjugendverwaltung handeln unsere Kitas in solchen Fällen wie folgt:

Grundsätzlich gilt, wie bisher auch, dass
  • erkrankte Kinder nicht in die Kita gehören,
  • Eltern verpflichtet sind, die Kita über eine Erkrankung des Kindes zu informieren,
  • ein in der Kita erkranktes Kind von den Eltern abgeholt werden muss.

Bestehen bei einem Kind Anzeichen für eine akute Atemwegsinfektion, wie sie auch für eine Covid-19-Erkrankung kennzeichnend sind, dürfen Kinder die Kita nicht besuchen. Personen, bei denen der Verdacht einer Erkrankung besteht, ist der Zutritt zu den Kitas und Kindertagespflegestellen untersagt.

Mögliche Symptome können sein:
  • Gliederschmerzen,
  • unübliche Kopfschmerzen,
  • Abgeschlagenheit,
  • Schüttelfrost,
  • Fieber,
  • Kurzatmigkeit,
  • Verlust des Geruchs- oder Geschmackssinns.

Die Kitaleitung ist verpflichtet, den Verdacht einer Erkrankung unverzüglich dem Gesundheitsamt zu melden, wenn sowohl das klinische Bild als auch ein wahrscheinlicher epidemiologischer Zusammenhang auf eine mögliche Corona-Erkrankung schließen lassen. Die vom Robert-Koch-Institut veröffentlichten Empfehlungen sind hierbei zu berücksichtigen.

Von den akuten Atemwegsinfektionen sind die einfachen Erkältungskrankheiten, verbunden mit einem Schnupfen oder Husten ohne Fieber zu unterscheiden. In diesen Fällen gibt es keinen unmittelbaren Anlass, das Kind nicht zu betreuen.

Ist eine SARS-CoV-2-Infektion innerhalb der Familie eines Kindes festgestellt worden, darf das betreffende Kind die Kita nicht besuchen. Gleiches gilt, wenn es Kontakt zu infizierten Personen hatte und noch keine 14 Tage vergangen sind. Wartet ein Familienmitglied auf ein Testergebnis, weil es Kontakt zu einer infizierten Person hatte, hat selbst aber keine Krankheitssymptome, kann das Kind ebenfalls nicht in der Kita betreut werden.

Für die Wiederaufnahme des Kindes ist kein ärztliches Attest erforderlich. Zur Wiederaufnahme nach Atemwegsinfekten sollten die Kinder immer anhaltend fieberfrei sein. Eltern sind gehalten, in einer Selbsterklärung zu bestätigen, dass ihr Kind seit 48 Stunden symptomfrei ist.

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Wir haben gehört, dass es in City-Kitas bereits Coronafälle gegeben hat. Stimmt das?
Ja, zwei unserer Kitas wurden in den letzten Wochen wegen positiver Coronatests für zwei Wochen geschlossen, in einigen anderen Einrichtungen wurden einzelne Gruppen in Quarantäne geschickt. Erfreulich ist, dass das Kind oder die/der Mitarbeiter*in, die zuerst positiv getestet wurden, in keinem Fall anderen Kinder oder Erwachsene in der Kita angesteckt hat. Das haben Tests der Kontaktpersonen gezeigt. Das bedeutet, dass die in unseren Kitas praktizierten Hygiene- und Abstandsmaßnahmen bislang gut funktionieren. Darüber freuen wir uns sehr und wir danken allen Beteiligten für ihre Umsicht!

Da es im Zuge der Öffnung der Kitas für den Normalbetrieb immer wieder zu einzelnen Corona-Infektionen kommen kann und wir vermeiden möchten, das diesbezüglich durch mangelnde Informationen Unsicherheiten entstehen, informieren wir  auf unserer Homepage darüber, sobald es einen neuen Coronafall bei uns gibt. Die entsprechenden Informationen finden Sie hier.

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Ist es möglich, dass mein Kind von Nicht-Fachkräften betreut werden muss?
Schon vor der Corona-Pandemie war die Personalsituation in vielen Kitas durch den Fachkräftemangel angespannt. Durch Corona verzeichnen momentan alle Kitaträger erhöhte Krankenstände, was die Situation weiter verschärft.

Dem Land Berlin ist dies bewusst. Deshalb wurde schon mit dem 14. Trägerschreiben vom 20. Mai die Möglichkeit geschaffen, in den Kitas ergänzend zum pädagogischen Fachpersonal auch Nicht-Fachkräfte zur Unterstützung der Pädagog*innen einzusetzen. Dabei soll es sich um Personen handeln, die der Kita bereits bekannt sind (z.B. ehemalige Praktikant*innen, Lesepaten u.a.). Auch der unterstützende Einsatz von Eltern der betreuten Kinder ist denkbar.

Auch in unseren Kitas sind Situationen denkbar, in denen aufgrund von akuter Personalknappheit von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht werden muss. Wir arbeiten derzeit an Konzepten, wie ein solcher Einsatz von Nicht-Fachkräften aussehen kann. Diese Personen werden erfahrenen Fachkräften zur Unterstützung zugeordnet und werden diese keinesfalls komplett ersetzen.

Sollte es in Ihrer Kita zum Einsatz von Nicht-Fachkräften kommen, so wird Sie Ihre Kitaleitung hierüber informieren.

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In den Medien war zu lesen, dass in den Kitas stichprobenartig Corona-Test bei Mitarbeiter*innen und Kindern geplant sind. Betrifft das meine Kita?
Die Rückkehr zum Kita-Regelbetrieb wird durch die sog. Berliner Teststrategie begleitet. Dabei werden in ausgewählten Kitas über ein Jahr hinweg das Personal, die Kinder und die Eltern wiederholt getestet. Außerdem erfolgenTests des Personals in 24 weiteren, zufällig ausgewählten Kitas vor und nach den Sommerferien. Hiervon sind unsere Kitas jedoch nicht betroffen. Sollte sich hieran etwas ändern und die Kita Ihres Kindes betroffen sein, wird Sie Ihre Kitaleitung darüber informieren. In jedem Fall können Sie sicher sein, dass Coronatests an Kindern in der Kita nur dann durchgeführt, wenn die Eltern hierfür ihr Einverständnis gegeben haben.

Seit dem 29. Juni besteht für alle symptomfreien Beschäftigten von Berliner Kitas außerdem die Möglichkeit, sich freiwillig Testzentren der Charité und von Vivantes auf Corona testen zu lassen. Hierrüber haben wir unsere Mitarbeiter*innen informiert, sodass sie dieses Angebot während ihrer Arbeitzeit nutzen können.

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In unserer Kita gab es einen Coronafall. Wegen der Quarantäne-Anordnung konnte mein Kind für zwei Wochen nicht in die Kita gehen. Müssen wir trotzdem den vollen Beitrag für das Mittagessen bezahlen?
Die vom Land Berlin beschlossene Öffnung der Kitas für alle Kinder ist unweigerlich mit einem erhöhten Risiko für das Auftreten von Corona-Infektionen bei Kindern oder Mitarbeiter*innen verbunden. Trotz aller Hygiene- und Abstandsmaßnahmen können wir nicht gänzlich ausschließen, dass es zu Coronafällen auch in unseren Kita kommen kann und dass für einzelne Gruppen vom Gesundheitsamt Quarantänemaßnahmen angeordnet werden.

In einem solchen Fall fallen die mit dem Mittagessen verbundenen Personalkosten weiter an und die gesamte, notwendige Infrastruktur muss aufrechterhalten werden. Außerdem wäre es mit einem enormen Verwaltungsaufwand verbunden, die anteiligen Kosten für die entfallene Mittagsversorgung während einer Quarantäne indiviudell zu ermitteln und zurückzubuchen. Deshalb bitten wir alle Eltern, die von einer Quarantäne betroffen sind, den vollen Monatsbetrag für die Mittagessensversorung zu entrichten.

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Downloads wichtiger und informativer Dokumente
Hygieneplan von Kindergärten City für alle Kitas (Stand: 7.8.2020)
Selbsterklärung der Eltern zum Gesundheitszustand ihres Kindes (Stand: 10.7.2020)
Liste der Arztpraxen, die Coronatests durchführen (Quelle: Kassenärztliche Vereinigung) (Stand: 6.8.2020)
Elterninformation der Senatsjugendverwaltung zur Rückkehr des Kitasystems in den Regelbetrieb (Stand: 10.6.2020)
Elternschreiben von Kindergärten City zur Erstattung des Essensgeldes ab April (23.4.2020)

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